Kindergebärden — Verstehen und Verstanden werden

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Warum fördern Gebärden das Verstehen und Verstanden werden?

Das hat zwei Gründe:

  1. Du beobachtest dein Kind genauer, weil du seine Kommunikationsversuche mit den Händen erkennen möchtest.
    Sobald dein Kind gebärdet, siehst und verstehst du, was es denkt. Und dein Kind fühlt sich verstanden.
  2. Dein Kind versteht besser, was du ihm sagst, wenn du zusätzlich Gebärden nutzt. Es kann aus dem Schwall der Laute besser herausfiltern, was du ihm mitteilst.
    Du wirst somit besser verstanden.

 

 


Wir verstehen uns
Ich erlebte das Gebärden mit meinem Sohn als „Ich-verstehe-dich-Momente“.

So gerne erinnere ich mich daran, dass er mit „Fragezeichen im Gesicht“ herumgegangen ist, weil er seine MILCH-Flasche oder seine KuschelMAUS gesucht hat. Er hat entweder MILCH oder MAUS gebärdet. „AHA, er sucht seine Maus (oder Milch)“ dachteich mir, wenn ich seine Gebärden sah und konnte ihm bei der Suche mit Worten, Gebärden und Tat unterstützen.
Ich habe ihn verstanden, mein Sohn wurde verstanden.

Viele, viele, viele Eltern, Tageseltern und Erzieher:Innen haben mir in den vergangenen Jahren von ihren wunderbaren „Wir-verstehen-uns-Erlebnissen“ geschrieben. Zwei Berichte habe ich ausgesucht.

 

Kindergebärden Babygebärden MEHR

Durch Zufall habe ich vor einigen Wochen irgendwo die Kindergebärde für MEHR gesehen. Überhaupt wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, dass es Kindergebärden gibt und wie diese anzuwenden sind. Trotzdem habe ich die Gebärde einfach mal in unseren Alltag eingebaut.
Unser großer Sohn (15 Monate) liebt zum Beispiel Trauben sehr. Immer wenn er seine Ration verputzt hatte und ungeduldig hibbelnd quengelte und ich genau wusste, er will mehr, habe ich die Gebärde angewandt und mit fragendem Blick „MEHR?“ gesagt. Ohne erkennbaren Erfolg.
Zwei Wochen später saßen wir wieder beim Essen. Der Quietschbeu hatte gerade die letzte Traube verdrückt, da hebt er sein Schüsselchen an und macht die Gebärde für MEHR. Ich war ganz perplex und habe ihm in Windeseile das geforderte gebracht. Er ließ ja keinen Zweifel an seinem Wunsch zu.

 

Kindergebärden Babygebärden WO

Kinder merken sich viel mehr als wir denken! Ich war heute mit Ryan einkaufen. Als wir den Supermarkt verlassen wollten, habe ich kurz angehalten, damit wir uns unsere Jacken anziehen. Da zeigt Ryan „HUND“ und „WO?„.
Ok, was will er… Grübel, Grübel…
Suchend nach einem fehlenden Hund schaue ich mich um, schließlich dürfen ja keine Hunde in den Supermarkt, also kann er eigentlich auch keinen gesehen haben, der jetzt weg ist?
Wie findet man einen Hund der nicht da ist?
Und dann sehe ich es auch, der große Hund aus Plastik – der die letzten 2-3 Wochen auf der anderen Seite stand – ist weg.
Zur weiteren Info: Wir fahren zu diesem Supermarkt nur 1x die Woche.
Wenn ich mal wieder irgendwen höre, der sagt „Das merken die sich doch sowieso nicht“ werde ich dem/der aber was erzählen.!
Und wie immer – ohne Kindergebärden hätte ich nie erfahren, was Ryan sich so merkt.

 

Birgit ButzVielen Dank, dass du diesen wichtigen Beitrag gelesen hast.

Hier ist nun der >> Link zu den ersten 25 Gebärden.

Mit den nachfolgenden Emails erhälst du dann weitere wichtige Informationen rund um das Gebärden mit Kindern sowie den Link zu weiteren Gebärden-Illustrationen.
Ich wünsche dir viele wunderbare Erlebnisse mit Gebärden!
Herzliche Grüße sendet dir Birgit

 

 

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