Singen, spielen, erzählen mit Babyzeichensprache –  so geht’s

Babyzeichensprache Bagger

Singen, spielen, erzählen mit Babyzeichensprache –  so geht’s

Babyzeichensprache Babygebärden Babyzeichen Buch
Wichtige Gebärden der Babyz
eichensprache für Babys und Kleinkinder sowie Anregungen für Spiele und Lieder findest du in meinen

Praxisratgeber Singen, spielen, erzählen mit Kindergebärden

und

in den Otto-Büchern

Otto spielt
Otto geht spazieren
Otto kauft ein

für die ich passende Spielideen entwickelt habe.

Wie du Babyzeichen mit Babys zu Hause im Alltag, im Eltern-Kind-Kurs oder in Krippe und Kindergarten nutzt, erkäre ich dir hier mit einigen ausgewählten Beispielen.

Spielen

Das Spiel mit den Händen beginnt bereits, wenn dein Kind sehr jung – noch ein Baby – ist.
Sehr gut für erste Spiele mit Kindergebärden ist der Wickeltisch geeignet. Dein Kind liegt vor dir und kann dich und deine Hände gut sehen. Auch Nachschau-Lieder, bei denen Du passend zum Text die Finger und Hände bewegst sind für junge Babys geeignet. Dein Kind erfährt dadurch, dass Du „mit den Händen sprichst“ und wird immer öfter interessiert zuschauen.
Babys kommunizieren bevor sie sprechen lernen bereits mit Zeichen. Das bekannsteste Zeichen ist der Fingerzeig – das Zeigen auf Dinge. So drückt dein Baby aus, dass es etwas haben möchte.

Ist dein Kind 12 Monate und älter und zeigt es bereits „Winke-winke“ zum Abscheid oder  „wie groß“ es ist, dann kannst du immer mehr Gebärden der Babyzeichensprache einführen.
Mit Spaß und Spiel geht es am Besten.

In den folgenden Video-Beispielen kannst du sehen, wie ich im Spiel Babyzeichensprache genutzt habe.

 

Auch wenn dein Kind bereits gut spricht, der Spaß mit Kindergebärden kann weiter gehen. Viele Spiele könnt Ihr mit Gebärden, die übrigens der Deutschen Gebärdensprache entnommen werden,  spielen. Z.B. „Ich sehe was, was du nicht siehst und das gebärde ich so (Gebärde zeigen)“.

 

Singen

Singen fördert die emotionale Bindung zwischen Dir und Deinem Kind. Wenn Du mit Deinem Kind singst, teilst Du Deinem Kind mehr von ihrer Persönlichkeit und Deinen wahren Gefühlen mit, als wenn Du nur mit ihm sprechen würdest. Wenn Du Lieder mit Kindergebärden begleitest, erhält Dein Kind auch Sinnesanregungen für die Augen und das Ohr.

Sobald Dein Kind beginnt, die Kindergebärden nachzuahmen, wird die Motorik der Hände gefördert. Diese Sinnesanregungen machen Kinder klug, denn das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften wird unterstützt. Und weil das Ganze noch sehr viel Spaß macht, fördert es das Selbstbewusstsein.
Durch dieses Singen entwickelt das Kind viele wichtige Eigenschaften:

  • Kreativität,
  • Phantasie,
  • sich selbst hören,
  • mit der Musik in der eigenen Phantasiewelt leben,
  • Entwicklung des Sprachsinnes,
  • Erweiterung des Wortschatzes,
  • eine bessere Aussprache usw

Singe mit Deinem Kind, benutze Babyzeichensprache und lege so den Grundstein für diese Eigenschaften.

Gebärden nutzt du beim Singen, wie bei allen bekannten Kinderliedern, die mit Gesten begleitet werden.

Erzählen und Vorlesen

Kindergebärden kannst Du gut beim Betrachten von Bilderbüchern mit Deinem Kind nutzen. Dein Kind erhält so die Möglichkeit sich aktiv am „Gespräch“ zu beteiligen.
Es kann Dir mit Kindergebärden zeigen, was ihn interessiert und wiedererkennt. Außerdem kann Dir dein Kind mit Kindergebärden deutlich machen, welches Buch es „lesen“ möchte.
Babys lieben Bilderbücher, in dem Gegenstände abgebildet sind, die sie aus ihrem Alltag kennen:

  • Essen und Trinken
  • Spielzeug, Teddys und Puppen
  • Fahrzeuge
  • Tiere

Suche ein Bilderbuch aus, in dem viele Gegenstände abgebildet sind, die Dein Kind begeistern:
Ist Dein Kind ein Autofan? Liebt Dein Baby es zu baden? Mag es gerne zum Spielplatz gehen?
Wenn Du das richtige Bilderbuch auswählst, kannst Du sicher sein, dass Dein Kind Dir gebannt zuhört und Dich aufmerksam beobachtet, wenn Du die Kindergebärden zeigen.
Sobald Dein Kind mit den abgebildeten Gegenständen und den Kindergebärden vertraut ist, kannst du „Wo?“-Fragen stellen: „Wo ist der Ball?“, „Wo läuft der Hund?“, „Wo versteckt sich die Katze?“

Wo Kindergebärden, Babyzeichensprache Buch Otto

Schon bald wird Dein Kind auf den gesuchten Gegenstand zeigen und vielleicht die Kindergebärde nachahmen.

Erweitere das Vorlese-Spiel in dem Du weitere Fragen stellst.
Im Buch „Otto kauft ein“ siehst du in der ersten Szene, dass Otto Milch trinkt. Frage dann dein Kind:  „Was trinkt Otto denn da?“ Gebe zunächst selber die Antwort und zeige dazu die passenden Zeichen für Milch. Antwortet Dein Kind mit einem Babyzeichen, dann bestätige nochmal mit Worten und dem Zeichen für Milch: „Ja, ganau , Otto trinkt Milch.“

Wichtig ist beim Betrachten der Bücher, dass man seine Sätze erweitert. Du kannst diesen Dialog z.B. noch mit einer Frage ergänzen: „Was meinst du? Ist das warme oder kalte Milch?“

 

Tipp:

Kindergebärden Babyzeichensprache Babygebärden mehr Bilder
Gestalte mit den 100 kostenlosen Gebärden-Bildern ein „Buch der Babyzeichen“, in dem du neben die Gebärden der Babyzeichensprache persönliche Fotos klebst. Das kann ein Bild des Hauses sein, in dem Ihr wohnt oder Bilder von Oma und Opa, Eurem Hund oder vom Teddy deines Kindes.

Verbreite die Idee, mit Kindern Gebärden zu nutzen.

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